K-Aktuell über ISAFAN: “Schnelles Erkennen von Schäden in Faserverbundkunststoffen”

Technische Hochschule Köln

Foto: Thilo Schmülgen / TH Köln

K-Aktuell berichtet über ISAFAN. Im Mittelpunkt steht dabei das angemeldete Patent der Forschergruppe. Der Fachartikel wird dabei wie folgt eingeleitet: “Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH Köln entwickeln im Projekt ISAFAN eine verbesserte Schadenserkennung und -vorhersage für Faserverbundkunststoffe. Eine jetzt zum Patent angemeldete Technologie könnte in Zukunft Schäden, wie zum Beispiel Faserbrüche, präzise detektieren und aufwändige Wartungen reduzieren. ISAFAN wird durch das NRW-Programm „FH Struktur“ gefördert.[...]”

Plasticker berichtet über ISAFAN

Technische Hochschule Köln

Foto: Thilo Schmülgen / TH Köln

“Schäden in Faserverbundkunststoffen sofort erkennen – Foschergruppe entwickelt neues Detektionsverfahren” leitet der Plastiker den Fachartikel über ISAFAN ein. Das Informationsportal, dass für die Kunststoffindustrie berichtet, erläutert dabei die neue Erfindung der Forschergruppe. Für die Schadenserkennung ist in den letzten Monaten eine Technologie entwickelt worden, die durch ein ins Bauteil integriertes System Schäden detektiert und lokalisiert.

In dem Artikel heißt es unter anderem:

Für die Schadenserkennung hat die Forschungsgruppe ISAFAN (Intelligente Schadensvorhersage an Faserverbundkunststoff-Bauteilen in industriellen Anwendungen) am Campus Gummersbach der TH Köln ein Diodengitter entwickelt, das in Verbundbauteile integriert werden kann. “Wir setzen die Leiterbahnen des Gitters reihenweise unter Strom. Liegt ein Schaden vor, sind die Leiterbahnen unterbrochen und das System registriert die Änderung der elektrischen Eigenschaften”, erklärt Projektsprecher Prof. Dr. Jochen Blaurock die Erfindung.

Zurzeit werden Werkstücke aus Faserverbundkunststoff bei der Wartung häufig einer aufwändigen Ultraschallprüfung unterzogen, um Schäden festzustellen. Durch die neue Technik können Probleme im Moment ihres Entstehens erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Da die Leiterbahnen im Bereich von Millisekunden durchgetaktet werden, wird das Bauteil permanent komplett überwacht. Dabei wird die Lokalisierung umso genauer, je enger die Maschen des Gitters angeordnet sind. Geeignet ist die Technologie für beliebig geformte Teile aus Faserverbundkunststoffen.

Erste Versuchsreihe für ISAFAN durchgeführt

VersuchsaufbauAbbildung: Versuchsaufbau

Eine erste Versuchsreihe erfolgte an Faserverbundbauteilen im Rahmen einer Bachelorarbeit. Herr Dittmar Emmerich beschäftigte sich mit der Generierung von grundlegenden Erkenntnissen zur Entwicklung einer Methode für die kontinuierliche Strukturüberwachung von Faser-Kunststoff-Verbunde. Als Untersuchungsobjekte wurden faserverstärkte Platten verwendet. Diese lagen in unterschiedlichen Größen und jeweils mit bzw. ohne Beschädigungen vor. Dabei konnten Beschädigungen durch Bohrungen, Rissbildung und Masse simuliert werden.

Mit Hilfe von Piezokeramiken werden die Signale der Versuchsobjekte aufgezeichnet und anschließend mit statistischen Analyseverfahren ausgewertet.  Durch Kenntnis des Strukturverhaltens ist es möglich Änderungen in der Beschaffenheit eines Bauteils zu detektieren und zu lokalisieren. Es wird möglich defekte frühzeitig zu erkennen und entsprechende Komponenten auszutauschen um das Versagen des Bauteils zu verhindern.

“Gute Ideen. Leicht gemacht.”

ISAFAN zu Besuch in Attendorn.

Abbildung: ISAFAN zu Besuch beim Automotive Center Südwestfalen in Attendorn

Abbildung: ISAFAN zu Besuch beim Automotive Center Südwestfalen in Attendorn

Am Mittwoch, den 30.09.2015, besuchte das ISAFAN Team die Herren Maximilian Munk, Stefan Rocksloh und Georg Schöntauf von der Firma Automotive Center Südwestfalen GmbH vor Ort in Attendorn.

Das Automotive Center Südwestfalen steht mit dem nagelneuen Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leichtbau in Attendorn ganz unter dem Motto „Wirtschaftlicher Leichtbau für Automobile der Zukunft“. Das acs ist eine aus den Mitteln des Landes NRW geschaffene Einrichtung, welche die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und den Unternehmen der Region stärken soll.

Das Automotive Center Südwestfalen ist ein Gemeinschaftsunternehmen der regionalen Automobilzuliefererindustrie in Südwestfalen, der Fachhochschule Südwestfalen sowie der Universität Siegen und des Kreises Olpe sowie der Stadt Attendorn. Hier soll der führende Entwicklungspartner für wirtschaftlichen und innovativen Leichtbau entstehen.

Während einem mehrstündigem Gespräch zwischen dem acs und Mitarbeitern der verschiedenen Arbeitsgruppen von ISAFAN, sowie einer anschließenden Führung durch das Technikum vor Ort wurden gemeinsame Forschungsinteressen und das Potential zur Zusammenarbeit diskutiert.

ISAFAN sucht Bachelorarbeit

Arbeiten in der Schnittstelle ist im späteren Berufsleben eines Ingenieurs unabdinglich. Genau in einer solchen Schnittstelle sucht ISAFAN aktuell Bachelorarbeiter/innen. Die Arbeit bietet die Chance aktiv in der Forschungsgruppe mitzuwirken und an einem aktuellen Thema mit Faserverbundkunststoffen zu arbeiten.

Inhaltlich befasst sich die Abschlussarbeit mit statistischer Versuchsplanung sowie der Durchführung dieser Versuche im SHM-Bereich für Faserverbundkunststoffe. Hierin werden Anordnung von Messelementen sowie Schädigungsarten und Faserverbundarchitekturen variiert. Als Voraussetzung sollten statistische Grundkenntnisse und eigenständiges Arbeiten mitgebracht werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Prof. Jochen Blaurock oder Prof. Thomas Bartz-Beielstein.

2015-06-12 BA_MA_ISAFAN_Versuchsplanung

Ford sucht IT-Praktikanten

Während der Absprache über mögliche Kooperationen der Fachhochschule Köln mit der Ford-Werke GmbH, in welche auch Teile der ISAFAN-Arbeitsgruppe involviert sind, wurde von Ford eine für den IT-Bereich interessante Stellenausschreibung weiter gereicht.

Ford sucht hierin einen Praktikanten für Informationstechnologie aus den Bereichen Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik oder Physik mit Kenntnissen in Java, agiler Softwareentwicklung und weiteren Qualifikationen. Das Praktikum bietet die Möglichkeit Web-Applikationen zu entwickeln und zu optimieren. Über 3-6 Monate können ab sofort Stellen vergeben werden, Standort sind die Ford-Werke in Köln. Interessierte Studenten können sich direkt bei Ford bewerben oder zusätzliche Informationen von Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein (Mail) eingeholen.

Nachfolgend den entsprechende Stellenausschreibung von Ford:

IT Praktikant VMC 2015

Neue Injektionsanlage für Campus Gummersbach abgenommen

Vorabnahme in Michelstadt (v.l.n.r).: Udo Tartler, Michael Welter, Prof. Jochen Blaurock, Matthias Schnellbacher, n.a., Pascal Steinhoff, Marc Möller

Vorabnahme in Michelstadt (v.l.n.r).: Udo Tartler, Michael Welter, Prof. Jochen Blaurock, Matthias Schnellbacher, Anton Amrhein, Pascal Steinhoff, Marc Möller

RTM steht für Resin Transfer Moulding und ist eine Technologie um komplexe faserverstärkte Bauteile in kleinen bis mittleren Serien herzustellen. Eine solche Anlage hat Professor Blaurock mit seinem Team am Freitag, den 17.4.15, bei der Firma Tartler GmbH in Michelstadt im Odenwald abgenommen. Weiterlesen

Regelmäßige Arbeitstreffen

Seit Beginn des ISAFAN-Projektes sind in Regelmäßigen Arbeitstreffen neben Organisatorischem vor allem inhaltliche Themen besprochen worden. Die Treffen dienen dem gegenseitigen Update der Themenschwerpunkte, in welchen unterschiedliche Ansätze entstanden sind. Geeignete Ideen werden nachfolgend in kleineren Gruppen behandelt und auf ihre weitere Vertiefung untersucht. So sind innerhalb des letzten Jahres diverse Konzepte entstanden, die momentan auf dem Prüfstand stehen. Nachfolgend einige Eindrücke der Regelmäßigen Arbeitstreffen: Weiterlesen

Besuch von ZF Friedrichshafen

Arbeitstreffen in Gummersbach: ZF Friedrichshafen und ISAFAN an einem Tisch

Arbeitstreffen in Gummersbach: ZF Friedrichshafen und ISAFAN an einem Tisch

20150129_LogoZFAm Freitag, den 16.01.2015, waren die Herren Andre Stieglitz und Dr. Ingolf Müller von der Firma ZF Friedrichshafen AG zu Besuch in Gummersbach.

Die ZF Friedrichshafen ist mit 122 Produktionsgesellschaften in 26 Ländern weltweit einer der führenden Automobilzulieferer. Herr Stieglitz koordiniert die Grundlagentechnik im Bereich Faserverbundkunststoffe wohingegen Herr Müller die produkt-seitige Entwicklung mit Faserverbundkunststoffen betreut. Beide sind auf ISAFAN aufmerksam geworden und wollten die Gelegenheit nutzen um gemeinsame Betätigungsfelder zu erörtern. In einem mehrstündigen Sondierungsgespräch mit ISAFAN-Mitarbeitern aus allen Arbeitsgruppen haben beide Seiten das jeweilige Potential dargestellt. Eine zukünftige Zusammenarbeit wird geprüft.

Arbeitstreffen in Gummersbach:  ZF Friedrichshafen und ISAFAN an einem Tisch

Arbeitstreffen in Gummersbach: ZF Friedrichshafen und ISAFAN an einem Tisch

“Springer für Professionals” über ISAFAN

SpringerLogoDer Springer-Verlag hat auf seiner Plattform “Springer für Professionals” einen Artikel über ISAFAN veröffentlicht, in dem die Inhalte und Arbeitsgruppen vorgestellt und der Interessenshintergrund verschiedener Industrien erläutert werden.

Hierin heißt es unter anderem:

In dem Projekt Isafan entwickeln Forscher faserverstärkte Bauteile mit eingebauten Sensoren. Diese liefern Informationen über den Zustand der Werkstücke. Zeitgleich werden in dem Projekt statistische Methoden erarbeitet, die Schadensentwicklungen oder das Versagen von Teilen vorhersagen. […]

Faserverbundkunststoffe spielen in zahlreichen Industriezweigen bereits eine wichtige Rolle. So sind etwa die Flügel von Windkraftanlagen aus Glasfaserkunststoffen gefertigt. Eine permanente automatische Überwachung der stark belasteten Teile könnte die Betriebszeiten der Anlagen erhöhen und die Anzahl der sehr aufwendigen Wartungen an den schwer zuganglichen Flügeln verringern. Besonders in Offshore-Parks ist die Reduzierung von personalintensiven Inspektionen vor Ort wichtig, da die Anlagen nur sehr schwer zu erreichen sind.

Der vollständige Artikel ist hier zu lesen.